Bandscheibenvorfall behandeln
23 01 2012Wie wird ein Bandscheibenvorfall behandelt?
Ein akuter Bandscheibenvorfall ist mit sehr starken Schmerzen verbunden und kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. In der Regel drückt die verschobene Bandscheibe auf einen Nerv des Rückenmarks, was zu sehr starken Schmerzen führt.
Sportverletzungen, Unfälle, Übergewicht, zu schwache Muskulatur und häufig falsches Heben von schweren Gegenständen führen zu Bandscheibenvorfällen.
Der akute Schmerz bei einem Bandscheibenvorfall strahlt häufig bis in die Füße aus, wobei die Beine nicht selten von Taubheit und Kribbeln betroffen sind. Häufig kann sich der Erkrankte gar nicht bewegen und ein operativer Eingriff ist mitunter notwendig.
Manch ein Bandscheibenvorfall kann durch konservative Heilmethoden wie Physiotherapie und Krankengymnastik, akute Schmerzbehandlung und Muskeltraining behandelt werden. 50 Prozent der Bandscheibenvorfälle werden jedoch operativ behandelt. Bei beiden Methoden ist das Risiko, erneut ein Bandscheibenvorfall zu erleiden, etwa gleich hoch. Ob der Patient nach der Operation tatsächlich beschwerdefrei bleibt, hängt auch von seinem eigenen vorbeugenden Verhalten ab.
Bandscheibenvorfall durch normalen Verschleiß
Mit zunehmendem Alter können die Bandscheiben nicht mehr jeden Stoß wirkungsvoll abfedern. Das liegt daran, dass sie durch die jahrelange körperliche Belastung Abnutzungserscheinungen aufweisen. Sie sind spröde und zum Teil rissig geworden und dadurch anfälliger.
Den Bandscheibenvorfall nach Sportverletzungen behandeln
Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls hängt nicht nur von seiner Ausprägung, sondern auch von der Ursache ab. Was tun bei Sportverletzungen? Generell muss der Betroffene zunächst ruhig gestellt und der Schmerz gelindert werden. Eine genaue Untersuchung in der Klinik oder der orthopädischen Fachpraxis bringt Aufschluss, wie stark die Bandscheibe vorgewölbt ist. In der Regel wird dazu eine Computertomographie gemacht, also eine Röntgenuntersuchung, die die Wirbelsäule in vielen Querschnittaufnahmen zeigt. Anhand der Bilder kann der Arzt die Therapie festlegen.
Ob operativ oder konservativ: Das Mitwirken des Patienten ist immer notwendig, um neuen Verletzungen vorzubeugen. Nach der akuten Schmerzbehandlung geht es darum, den Körper wieder in Bewegung und Gleichklang zu bringen. Das kann sich über mehrere Monate erstrecken.
Nun muss der Kranke aktiv werden, damit die Bandscheiben mit Nährstoffen versorgt werden können und sich wieder mit Flüssigkeit füllen. Je früher sich der Verletzte wieder bewegt, desto besser. So werden Verspannungen und neue Schmerzen vermieden.
Als nächstes muss die Physiotherapie greifen. Sie dient vor allem dazu, die verspannten Muskeln zu lockern und zu stärken. Wenn die akute Behandlungsphase abgeschlossen ist, kann der Betroffene mit konkretem Rückentraining beginnen. In modernen Rückenschulen, die bei Sportvereinen oder den Krankenkassen angeboten werden, lernt er, wie man richtig aufsteht, sich rückenschonend setzt oder schwere Gegenstände hebt, ohne dabei ein Risiko für den Rücken einzugeben.
Gleichzeitig müssen die Muskeln so trainiert werden, dass sie den Bewegungsapparat wirklich halten können. Denn die schwache Muskulatur und ein zu schwaches Bindegewebe sindhervorgerufen worden sind.
Was tun bei Sportverletzungen?, wenn konservative Methoden nicht mehr greifen? Eine Operation sollte nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn es medizinisch wirklich notwendig ist und keine Aussicht auf Erfolg durch andere Methoden besteht.